Kommt ein Vogel geflogen…..

Wer kennt dieses alte Volkslied nicht, ich habe es als Kind immer so gerne gesungen und habe mir immer gewünscht, daß eines Tages dieses Vögelein zu mir geflogen kommt und mir den so lange ersehnten Liebesgruß der Mutter vorbei bringt.

Ich durfte lange warten, bis dieses Vögelchen den Weg zu mir gefunden hatte. Aber im Frühjahr 2021 ist es wirklich passiert:

Zuerst hörte ich ein leicht schepperndes Klopfen an der Terrassentüre und als ich schauen ging, war da niemand. Ich öffnete dennoch und schaute hinaus. Da lag auf dem Fußboden ein klitzekleines Vögelein. Offensichtlich war es im Flug frontal gegen die Scheibe geknallt und liegen geblieben. Vielleicht war es bewusstlos? Oder tot?

Ich beugte mich hinunter zu diesem Wesen und sprach es mit meiner zartesten Heilstimme an, die ich zur Verfügung hatte. Und auch mein Filou näherte sich dieser so zerbrechlich wirkenden Kreatur mit großer Vorsicht. Der kleine Spatz hatte die Äuglein geschlossen - aber als ich weiter redete, öffnete sich das obere Auge.

Mich durchflutete gleich ein großes Glücksgefühl und ich widmete mich dem kleinen Spatz voller Hingabe. Ich fragte ihn, ob ich ihm helfen dürfe. Es fühlte sich so an, daß ich ein Ja von ihm bekam und ich war erleichtert.

Vorsichtig nahm ich ihn mit meinen beiden Händen hoch und formte ein Nest mit der Hand. Der kleine Piepmatz verharrte darin fast regungslos. Sein klitzekleines Herzchen klopfte wie wild. Und gleichzeitig fühlte ich, wie schwach und mitgenommen er war. Es schien ihm wirklich nicht gut zu gehen. Er war auch nicht fähig, die Augen dauerhaft offen zu halten. Und daß er wohl mächtig Angst hatte, konnte ich gut nachvollziehen. Daher versuchte ich, ihn mit meiner Stimme weiter zu beruhigen.

Ich wollte ihm helfen, das Trauma seines Fenstersturzes zu überwinden - mit Quantenheilung: ich löste seinen eventuellen Schock auf und setzte seinen Zustand im Quantenfeld mit Hilfe einer sogenannten Timeline auf die Zeit vor seinem Crash zurück. Dann schickte ich ihm noch einige Heilwellen und Heilzahlen und bat Mutter Erde und Vater Himmel sich seiner anzunehmen.

Erst allmählich strömte wieder Leben und Vitalität in seinen zuvor fast starren Körper. Währenddessen hielt ich dem kleinen Kerl den Raum für seine eigene Heilung - bestimmt 15 - 20 Minuten.

Ich folgte meinem Impuls, ihn jetzt wieder sanft abzusetzen und legte ihn auf die weiche Polsterauflage unserer Gartenlounge. Dort saß er nun und beobachtete uns - mich und meinen Filou, der mich mit seinen Heilungswünschen wohl auch die ganze Zeit unterstützte:-).

Nach ca. 10 Minuten flog der kleine Kerl wunderbarerweise ca. 2 Meter weiter zur nächsten Hecke. Dort rastete er noch eine längere Zeit. Ich brauche nicht zu beschreiben, wie glücklich ich war.

Einige Tage später, als ich ins Auto einstieg, flog plötzlich ein kleiner Vogel waghalsig an meinem Kopf vor der geöffneten Fahrertüre vorbei und setzte sich ein paar Meter weiter auf die Hecke und schaute zu mir. Ich war überzeugt, es war derselbe Vogel. Und ich glaubte auch, er wollte sich dieses Mal bei mir bedanken. Wiederum durchströmte mich ein Gefühl tiefer Freude und Dankbarkeit.

Als ich damals dem hilflosen Vogel wieder “auf die Flügel half”, war mir nicht bewusst, dass ich mich einige Tage davor zu Vollmond mit einem längeren Ritual an Mutter Erde gewandt hatte und um ein Zeichen gebeten hatte und um Unterstützung, mein Wirken im weiblichen Feld weiter zu entwickeln.

An demselben Tag, als der kleine Spatz verunfallte, erhielt ich tatsächlich noch eine sehr frohe Botschaft: erfuhr ich doch, daß ich für ein Projekt im weiblichen Feld ausgewählt wurde. Ich durfte bei Frauen-Retreats mitwirken. Ich hatte mir das so sehr gewünscht. An diesem Tag erhielt ich die Zusage. Nur brachte ich damals diese Botschaft nicht mit diesem Vogel in Verbindung.

Break.

Heute fand ich beim Ausmisten meiner Photos auf dem Handy ein paar Photos, die den Spatz auf meiner Hand zeigen. Ich erinnere mich noch immer sehr lebendig an dieses Ereignis.

Als ich aber heute die Photos betrachtete und mich zurück erinnerte, wurde mir auch klar, daß dieses Ereignis selbst das Zeichen und die Botschaft waren, um die ich bei meinem Ritual gebeten hatte. Gleichzeitig erinnerte ich mich zurück, was sich seither alles gezeigt hat und in mein Leben gekommen war und bin einfach nur dankbar.

Heute wurde mir die Botschaft des Vogels klar, die Zusage für die Retreats war nur ein Puzzleteil. Die Botschaft ging weit darüber hinaus:

Nämlich zu vertrauen, daß alles im richtigen Moment zu mir kommt. Wenn ich vertraue, fügt sich alles und Heilung fließt reichlich. Und wenn ich etwas wirklich von Herzen will und es wirklich fühlen kann, als ob es Realität sei, dann ziehe ich damit diese Realität auch in mein Leben.

Heute beim Schreiben dieses Blogs konnte ich die Punkte verbinden. Der kleine Vogel brachte mir wie im Volkslied einen Gruß, vielleicht einen Gruß der Großen Mutter, die mir auf mein Vollmond-Ritual und meine Bitte geantwortet hatte.

Danke Mutter Erde und Vater Himmel, daß der Vogel wieder fliegen durfte. Danke lieber Vogel, daß du mir gezeigt hast, wie schnell Heilung möglich sein kann, wenn wir uns außerhalb von Raum und Zeit befinden. Danke, daß ich so nah mit Deiner Spezies in Tuchfühlung gehen durfte. Danke, daß ich am eigenen Leib erleben durfte, wie schnell sich Dinge fügen und in Bewegung kommen, wenn wir vertrauen. Danke liebes Universum, wie konnte ich auch nur einen Augenblick zweifeln. Danke, daß Du mir auch vor Augen geführt hast, was passiert, wenn ich den Zweifeln mehr Macht gebe und mich selbst so sehr in Frage stelle.

Diesem kleinen Vogel, der mich daran erinnerte, zu vertrauen und die Punkte zu verbinden, widme ich diese Zeilen voller Dankbarkeit.

Zum Abschluss folgt der gesamten Liedtext des Volkslieds, dessen Eingangsstrophe ich für diesen Blogpost geborgt habe. Ich habe die letzte Strophe aber umgetextet, denn Filou und ich sahen dem Vogel freudig nach, meine Ergänzungen habe ich farblich gekennzeichnet.:

Kommt ein Vogel geflogen
Setzt sich nieder auf meinen Fuß
Hat 'nen Zettel im Schnabel
Von der
Großen Mutter ein Gruß

Lieber Vogel fliege weiter
Nimm meinen Gruß mit und einen Kuss
Denn ich kann dich nicht begleiten
Weil ich hier bleiben muss

Und der Vogel flog weiter
Über Berge und Tal
Und die Kinder am Fenster
Sahen
freudig ihm nach (Originaltext: Sahen traurig ihm nach)

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Verbunden. Verwurzelt. Seelengenährt.

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